
Rauch im Haus ist ein großes Problem für die Menschen, die ihn dort ständig einatmen. Die Folgen für die Gesundheit sind enorm. Auf dieser Seite haben wir dir zum Thema „Rauch macht krank“ viele Links zu weiterführenden Informationen zusammengestellt. Bitte beachte, dass einige der Links auf Seiten in englischer Sprache führen.

Einschätzung der WHO
Gesundheitliche Schäden durch Kochen am offenen Feuer sind ein weltweites Problem. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) schätzt, dass heute noch rund mehrere Milliarden Menschen ihr Essen am offenen Feuer oder unzureichenden Öfen zubereiten. Laut WHO steht der Qualm der Kochfeuer an fünfter Stelle der Gesundheitsrisiken in Entwicklungsländern. Household air pollution
Keine saubere Energie – Luftverschmutzung in Innenräumen
‚Our World in Data‘ hat eine Studie über den Zusammenhang zwischen mangelndem Zugang zu sauberen Energieformen und der Schadstoffbelastung in Innenräumen veröffentlicht und führt weitere negative Auswirkunfen der sogenannten Ernergiarmut an. Die Beseitigung der Energiearmut wird als eines der wichtigsten globalen Ziele bezeichnet.
Weltweiter Ausblick auf den Stand in den Ländern
Das Problem wächst weiter: Laut der International Energy Agency (IAE) werden im Jahre 2030 weitere 100 Millionen Menschen in traditioneller Weise Biomasse verfeuern. Darüber hinaus weist IEA auch auf das riesige Potenzial zur Energieeinsparung und CO2-Reduktion durch die Verbreitung effizienterer Öfen hin. Jedes Jahr wagt die Organisation mit einem World Energy Outlook einen länderspezifischen Ausblick, inwieweit die jeweilige Politik und die sonstigen Rahmenbedingungen eine Aussicht auf sauberes Kochen ermöglichen. A vision of clean cooking access for all
Energieknappheit und Luftverschmutzung in Innenräumen
‚Our World in Data‘ hat den Zusammenhang zwischen mangelndem Zugang zu modernen Energieformen und den vielfältigen negativen Auswirkungen dargestellt, insbesondere der Verschmutzung der Luft in den Wohnräumen: Energy poverty and indoor air pollution. Die Studie zeigt auch Ansätze zur Lösung dieses weltweiten Problems auf.
Die Clean Cooking Alliance
Die im Jahre 2011 unter dem Namen Global Alliance for Clean Cookstoves gegründete Clean Cooking Alliance (CCA) hat sich zum Ziel gesetzt, 100 Millionen Haushalte bis zum Jahre 2020 mit rauchfreien Küchenöfen zu versorgen:
„Die Global Alliance for Clean Cookstoves will hochrangige nationale und geberseitige Verpflichtungen mobilisieren, um die allgemeine Einführung von sauberen Kochherden und Brennstoffen zu erreichen. Ihr ehrgeiziges, aber erreichbares Ziel ist es, die Einführung von sauberen Kochherden und Brennstoffen in 100 Millionen Haushalten bis 2020 zu fördern. Die Allianz mobilisiert die Unterstützung eines breiten Spektrums von privaten, öffentlichen und gemeinnützigen Akteuren.
Übersetzt mit „Den Wandel anstoßen“ hat die CCA im November 2011 ein entsprechendes Strategie-Papier herausgebracht: „Igniting Change“.
Die Ofenmacher sind als sogenannter Implementer bei der CCA registriert: Sector Directory Ofenmacher.
CAPS: Cooking and Pneumonia Study (The Malawi Project)
Hierbei handelt es sich um eine Initiative zur Vermeidung von Lungenentzündung bei Kindern unter fünf Jahren in Malawi. www.capstudy.org
Wissenschaftliche Veröffentlichungen
Die gesundheitlichen Auswirkungen des Kochens am offenen Feuer sind wissenschaftlich nachweisbar. Das Problem ist nicht auf Nepal beschränkt. Hier findest du eine Auswahl aus einer Vielzahl von Arbeiten, die dies belegen.
- Auswirkungen der Luftverschmutzung durch das Heizen und Kochen mit Biomasse; ein Artikel der National Library of Medicine: Indoor air pollution from biomass fuel
- Aufsatz aus dem Journal of Exposure Analysis and Environmental Epidemiology (2004): Childhood asthma and indoor woodsmoke from cooking in Guatemala
- Veröffentlichung aus Environmental Health Perspectives (Volume 115), Juni 2007: Household Air Pollution from Coal and Biomass Fuels in China
- Veröffentlichung aus Respiratory Medicine (2006) über den Zusammenhang zwischen der Lungenfunktion von Frauen und Kindern zur Luftverschmutzung in Innenräumen durch Biomassenutzung im ländlichen Ecuador: Relationship of pulmonary function among women and children to indoor air pollution from biomass use in rural Ecuador
- Veröffentlichung im Chest-Journal des American College of Chest Physicians, 2007, über die chronische Bronchitis bei Frauen durch Biomassenutzung im ländlichen Peshawar in Pakistan: Chronic Bronchitis in Women using solid Biomass Fuel in rural Peshawar, Pakistan
- Lungenentzündung bei Kindern in Nepal: Die im Environmental Research, Ausgabe 161 (2018), veröffentlichte Studie zeigt, dass von vier Brennstoffen – Elektrizität, Biomasse, Gas und Kerosin – die Biomasse mit den zweithöchsten Raten an kindlicher Lungenentzündung verbunden sind. Kitchen PM 2.5 concentrations and child acute lower respiratory infection in Bhaktapur, Nepal – The importance of fuel type
Veröffentlichungen über die Auswirkungen von Rauch auf die kindliche Entwicklung
- Die Kinder, deren Mütter vor der Geburt Biomasse-Abgasen ausgesetzt waren, wogen bei der Geburt im Schnitt um 70 Gramm weniger als bei Frauen, die mit Flüssiggas kochten. Eine Studie in städtischen und ländlichen Gebieten in Indien, die in Science Direct 2017 veröffentlicht wurde, hat dies gezeigt: Exposures to fine particulate matter (PM 2.5) and birthweight in a rural-urban, mother-child cohort in Tamil Nadu, India
- Eine Studie in London fand, dass Langzeit-Exposition mit PM2.5 während der Schwangerschaft die Wahrscheinlichkeit um 6% erhöht, Kinder mit geringem Geburtsgewicht zu bekommen. Die Studie wurde im Dezember 2017 auf den Seiten der BMJ Group veröffentlicht: Impact of London’s road traffic air and noise pollution on birth weight
- Ein UNICEF Report berichtet, dass weltweit ungefähr 17 Millionen Kinder der Gefahr reduzierter Hirnentwicklung und erhöhter Schädigung des Hirns ausgesetzt sind, weil sie in Gebieten mit schlechter Luftqualität leben: Danger in the air – How air pollution can affect brain development in young children
- Weiterhin veröffentlichte die GBD MAPS Working Group 2018 einen Bericht über die Krankheitslast durch die wichtigsten Luftverschmutzungsquellen in Indien. Die Untersuchung zeigt, dass 2015 die in den Haushalten verbrannte Biomasse mit 23,9 Prozent aller Emissionen den größten Anteil zur Erzeugung von PM 2.5 beitrug: Burden of disease attributable to major air pollution sources in India