Nepal

Man kann Nepal gewissermaßen als Keimzelle des Gesamtprojekts Ofenmacher bezeichnen. Hier lagen in der Mitte der 2000er die Ursprünge der Idee, Lehmöfen zur Verbesserung der Gesundheit der Menschen, zur Vermeidung von Unfällen und später auch zur Verbesserung des Klimaschutzes zu bauen. Im Land am Himalaya lernten sich die bis heute im Verein handelnden Persönlichkeiten kennen, die den Verein schließlich gründeten: Frank Dengler, Katharina Dworschak und Christa Drigalla. 

Bis heute bildet unsere Partnerorganisation Swastha Chulo Nepal (SCN) alle Ofenbauer aus, schult sie ggf. nach und bildet auch weiter, so etwa zu den Maintenance Experts, die sich um die Pflege und Reparatur bereits in Betrieb befindlicher Öfen kümmern. Seit 2010 wurden in Nepal bereits mehr als 130.000 Lehmöfen gebaut.

DER BEGINN

Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne. Lies hier, wie alles begann.

LANDESWEIT

Die Ofenbauer entzünden landesweit Feuer. Sie brennen für ihr Projekt.

DAS KLIMA

Jeder Ofen trägt aktiv zum Klimaschutz bei. Eine Tonne CO2 wird jährlich pro Ofen eingespart.

DIE OFENBAUER

Die von den Ofenmachern eingesetzten Ofenbauer erhalten alle eine fundierte Ausbildung.

DIE GLÜCKSBRINGER 

Warum Schornsteinfeger genau so wichtig wie Ofenbauer sind…

ZAHLEN & FAKTEN

Die Zahlen sprechen für sich, die Ofenmacher entfachen Jahr für Jahr mehr Feuer. 

WIE WIR HELFEN

Jeder Ofen trägt aktiv zum Klimaschutz bei. Eine Tonne CO2 wird jährlich pro Ofen eingespart.

DER GOLDSTANDARD

Die von den Ofenmachern eingesetzten Ofenbauer erhalten alle eine fundierte Ausbildung.

DER BEGINN


Die Geschichten der Patienten mit oft schwersten Verbrennungskontrakturen im SKM Hospital gleichen sich meist sehr. „Das Kind ist im Babyalter ins offenen Küchenfeuer gekrabbelt und weil kein Erwachsener zu Hause war, hat es schwere Verbrennungen erlitten“ sagen die Angehörigen und weiter: “Wir hatten kein Geld um ein entferntes Krankenhaus aufzusuchen und qualifizierte medizinische Behandlung zu bekommen…“

Geschichte lesen

LANDESWEIT

In 28 Municipalities (Dorfverbände) stellt uns die Gold Standard Foundation Emissionszertifikate für die CO2-Einsparung durch die Öfen aus. Die Ofenmacher sind bemüht darum, das Projekt weiter zu verbreiten und so auch einen maßgeblichen Betrag zum Umweltschutz zu leisten. 

Wo wir tätig sind

DAS KLIMA 

Seit dem Jahr 2012 betreiben die Ofenmacher in Nepal ein Projekt zum Klimaschutz, das von Gold Standard geprüft und zertifiziert wurde. In 28 Municipalities in den Distrikten Dolakha, Kavre-Palanchok und Ramechhap bauen wir rauchfreie Lehmöfen. Jeder von ihnen senkt aufgrund seiner im Vergleich zu offenem Feuer um etwa 50% höheren Effizienz den Verbrauch von Brennmaterial und reduziert den Ausstoß von CO2 um etwa 1 Tonne pro Jahr.

Jetzt informieren

DIE OFENBAUER

Jeder Ofenbauer hat mindestens eine Ausbildung, d.h. einen Ofenbauer-Kurs, durchlaufen. Solche Kurse werden von uns in Zusammenarbeit mit dem Alternative Energy Promotion Center (AEPC) und den lokalen Unterorganisationen veranstaltet. Nepalweit arbeiten verschiedene Organisationen in lokalen Ofenbau-Projekten mit dem AEPC zusammen, wobei je nach Anforderungen unterschiedliche Bauarten von rauchfreien Öfen zum Einsatz kommen.

Die Menschen dahinter  

DIE SCHORNSTEINFEGER

Die Lehmöfen sind so konstruiert, dass Pflege und Wartung von einer durchschnittlichen nepalesischen Familie geleistet werden können: Regelmäßiges Reinigen des Kamins, Ausbesserung von Rissen im Lehm, Glätten der Löcher, damit die Töpfe bündig sitzen.

Das sind Tätigkeiten, die normalerweise keine Schwierigkeiten verursachen dürften. Schwieriger wird es schon, wenn das Kamin-Endstück (Outlet) kaputt ist und ersetzt werden muss oder sich Probleme in der Funktion des Ofens einstellen. 


Die Glücksbringer

Zahlen & Fakten

Wie erfassen jeden von unseren Ofenbauern an den Haushalt übergebenen Ofen in unserer Datenbank – das gilt für alle Länder, in denen wir tätig sind – und berichten ihn auf diesen Seiten. Wir zählen einen Ofen als gebaut, wenn der Ofenbauer ihn bei uns abgerechnet hat, weil dies für uns der verlässlichste Nachweis ist. Wir nehmen dafür in Kauf, dass so Schwankungen in den Zahlen der einzelnen Monate entstehen und die Öfen immer etwas verzögert in die Statistik eingehen. Übers Jahr hinweg gleichen sich diese Effekte jedoch aus.

WIE WIR HELFEN

Regionalität

Die Öfen werden aus lokal verfügbaren Materialien von den Einheimischen selbst hergestellt und können vom Besitzer selbst gewartet und ausgebessert werden.

Berufstätigkeit

Die ausgebildeten Ofenbauer erhalten die Möglichkeit, einen Nebenerwerb aufzubauen. Dies ist ein Beitrag zur Reduzierung der Arbeitslosigkeit.

Gemeinschaft

Durch Beteiligung der Besitzer bei Materialbeschaffung und Bau werden die Identifikation gefördert und der Anschaffungspreis niedrig gehalten. Die Bildung von Gruppen bei der Beschaffung verstärkt diesen Effekt.

Nachhaltigkeit

Durch das Projekt werden nachhaltige Ergebnisse erzielt. Die Nachfrage zeigt, dass die Öfen akzeptiert und gewünscht werden. Darauf aufbauend können wir mit weiteren Aufklärungsmaßnahmen die Nachfrage und die Verbreitungsgeschwindigkeit erhöhen.

DER GOLDSTANDARD

Alle von Gold Standard zertifizierten Projekte haben sich folgenden Grundsätzen zu unterwerfen:

Einklang
Das Projekt soll keine Schäden verursachen, im Einklang mit den Millennium-Zielen des United Nations Development Programme (UNDP).

Entwicklung
Das Projekt soll nachhaltige Entwicklung fördern.

Einheit
Im Projekt sollen alle wichtigen Interessenvertreter eingebunden werden.

Eingrenzung

Die Reduktion von Treibhausgasen und Bindung von Kohlenstoff sollen real sein.

Einsicht
Das Projekt soll alle relevanten Gesetze und die Prinzipien von Gold Standard befolgen.

Einblick
Das Projekt soll transparent sein.

Einhaltung
Die Einhaltung der Regeln durch das Projekt und sein Fortschritt sollen über die gesamte Laufzeit geprüft, berichtet und von unabhängiger Seite bestätigt werden.