DER OFEN

Ein spezieller Ofen für Äthiopien.

Unverzichtbarer Teil jeder Mahlzeit in der nördlichen Hälfte Äthiopiens ist Injera, ein Fladenbrot, das meistens aus der endemischen Getreideart Teff hergestellt wird. Injera wird auf einer runden Tonplatte von etwa 65 cm Durchmesser, dem sogenannten Met’ad, hergestellt. Normalerweise wird 2 – 3 mal pro Woche Injera gebacken. Der überwiegende Teil des Holzverbrauchs eines normalen ländlichen Haushalts ist auf die Injera-Herstellung zurückzuführen.

Der in Äthiopien eingesetzte Lehmofen hat daher neben der Feuerstelle zum Kochen eine zweite Feuerstelle für den Met’ad, die aus Sicht des äthiopischen Nutzers die Haupt-Kochstelle ist. Die Abluft des Met’ad-Brennraums erhitzt zusätzlich einen weiteren Topf, die Wärme der Abgase aus dem Kochtopf-Brennraum wird ebenfalls von diesem Topf genutzt.

Im Sommer 2015 wurde der Ofen in der Niederlassung der Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ) in Addis Ababa vermessen. Die im Controlled Cooking Test und im Water Boiling Test gemessenen Einsparungen an Feuerholz liegen in allen Fällen deutlich über 50% gegenüber offenem Feuer (Stove Test Results).

Im Oktober 2015 erteilte uns das Ministerium für Wasser, Bewässerung und Elektrizität die Zulassung zum Bau des Ofens mit dem Namen Chigir Fechi, auf Deutsch „Problemlöser“ (Zulassungsdokument des Ministeriums).