
Saduram ist im Jahr 1956 geboren, verheiratet, Hinduist, und hat sechs Kinder (zwei Söhne und vier Töchter). Die Familie wohnt in Salambutar, wo auch das SKM Hospital steht.
Saduram war Gelegenheitsarbeiter auf den verschiedenen Baustellen im Dorf. Als Nachbar und Verwandter half er, wo er konnte, wurde aber nur selten für seine Arbeit bezahlt. So hatte er Schwierigkeiten, das Schulgeld für die Kinder aufzubringen. Seit 2006 ist er trainierter Ofenbauer und bekommt seither seinen Lohn für jeden fertiggestellten Ofen. Das ist ein wichtiger regelmäßiger Verdienst, der die bescheidenen Bedürfnisse seiner Familie befriedigen kann.
Saduram ist inzwischen sehr erfahren und hat schon über tausend Öfen selbst eingebaut. Er arbeitet meist im Gebiet von Dhading, etwa zwei bis drei Stunden Busfahrt von Kathmandu entfernt. Die Vorteile der rauchfreien Öfen liegen für ihn auf der Hand und er kann die Hausfrauen sehr gut motivieren und instruieren.
Gefragt, ob er auch negative Erlebnisse beim Ofenbau hatte, erzählte er eine dramatische Geschichte vom Besitzer eines sehr alten, fast baufälligen Hauses, das einzustürzen drohte, als der Eigentümer das Loch für den Rauchabzug in die Wand brach. Alle Helfer haben mit Stützen und Wackersteinen einen ganzen Tag lang schwer geschuftet, um die Katastrophe zu verhindern, was ihnen schließlich auch gelungen ist. Der Ofen wurde dann auch noch eingebaut.
Saduram wünscht sich eigentlich eine „bessere Arbeit“ im Büro oder so ähnlich, aber – er sieht auf seine Hände – er hat keine Schulbildung gehabt und ist dankbar für die Möglichkeit, die ihm mit dieser Aufgabe geboten wird.
