Das Ofenbauer-Training

Im November 2009 wurde in Budhanilkanth bei Kathmandu ein Ofenbauer-Training abgehalten, das wir hier in einer Bilderreihe vorstellen und mit kleinen Erklärungen ergänzen.  

Wie immer, so steht auch hier am Anfang die Theorie. Wir werfen einen Blick in den Schulungsraum. 

Schulung für die angehenden Ofenbauer in einem Seminarraum

Das hier sind die Werkzeuge eines Ofenbauers. Vorne sieht man die beiden Formen, mit denen Ziegel hergestellt werden, links für den Rauchabzug, rechts für die Ofen-Steine. 

Lehmziegelformen und Werkzeuge

Auf dem folgenden Bild von links nach rechts: Unser Ofenbauer Santa Kaji, der Trainer und der Regional Coordinator Damodar Karki. Der Schulungsort ist der Hof der Himalaya Boarding School in Budhanilkanth, etwa 10 Kilometer nördlich von Kathmandu. 

Von links: Santa Kaji (angehender Ofenbauer), der Ofenbauer-Trainer und Damodar Karki (Regional Coordinator) vor der Himalaya Boarding School in Budhanilkanth, Nepal.

Der erfahrene Sadhuram Bista ist als Co-Trainer dabei. 

Sadhuram Bista, einer unserer erfahrensten Ofenbauer.

Beim Ofenbau herrscht Gleichberechtigung: Die Mehrzahl der Teilnehmer dieses Kurses sind Frauen. Lehm ist der Grundstoff, aus dem die Öfen hergestellt werden. 

Beim Training wird Lehm in einem bestimmten Mischungsverhältnis mit Wasser hergestellt.

Hier wird der Lehm in die Formen gefüllt … 

Zur Herstellung der Ziegel wird der Lehm in die Formen gedrückt.

… und abgeschnitten. 

Ein Mann presst Lehm in eine Ziegelform.

Je nach Witterung müssen die Ziegel einige Tage trocknen. 

Fertig geformte Ziegel liegen in der Sonne zum Trocknen.

Aus den rechteckigen Ziegeln wird der Ofen gemauert. Die quadratischen Ziegel mit dem Loch werden zum Kamin aufgestapelt. 

Rechteckige Ziegel, mit denen der Ofen gemauert wird, und quadratische Ziegel, aus denen der Schornstein entsteht.

Gleich zu Beginn des Bauens muss darauf geachtet werden, dass die Grundmaße exakt stimmen. 

Sadhuram Bista misst mit einem Maßband noch einmal den Abstand der Ziegel zueinander.

Eisenbänder verhindern das Einbrechen von Öffnungen und Stürzen. 

Eingesetzte Eisenbänder verhindern das Einbrechen von Öffnungen und Stürzen.

Die Rundung für einen Topf ist schon erkennbar. 

Beim entstehenden Ofen ist die spätere Topföffnung schon einigermaßen erkennbar.

Das sogenannte Baffle, die Steigung unter dem Loch für den linken Topf, ist von entscheidender Bedeutung für einen guten Rauchabzug und für die Wärmeableitung zum linken Topf. 

Fast fertiger Ofenkörper, auf den später noch der Schornstein kommt.

Die endgültige Form des Ofens ist jetzt schon gut erkennbar. 

Die spätere Ofenform ist jetzt gut erkennbar.

Der Topf wird eingepasst. Er muss fugenfrei in der Öffnung sitzen. 

Der Topf wird in seine spätere Öffnung eingepasst. Er muss fugenfrei sitzen.

Die quadratischen Ziegel mit dem Loch in der Mitte werden aufeinandergestapelt. 

So entsteht der Kamin. 

Der Kamin wächst in die Höhe.

Am Ende wird der Kamin mit einem Deckel abgedichtet … 

Der Kamin wird mit einem Deckel abgedichtet.

… und fertig ist der Ofen.  

Ein fertiger Nepal-Lehmofen.

Eigentlich müsste jetzt noch das Endrohr durch die Mauer nach außen geführt werden, aber wir bekamen natürlich keine Genehmigung, die Mauer des Schulhofs zu durchlöchern. Darum haben wir ein Bild eingefügt, das nicht vom Training stammt und zeigt, wie ein durch die Mauer geführtes Endrohr von außen aussähe: 

An der Außenwand eines Hauses ist das Endrohr eines Ofens zu sehen.

Es wird auch noch einmal nachgeprüft, ob alle Maße richtig sind: 

Auch nach Fertigstellung werden die Topf-Loch-Maße noch einmal mit einem Maßband überprüft.

Der Kurs weckt auch die Neugier einer Schulklasse. 

Die Schulung der Ofenbauer fand auf einem Schulgelände statt. Auch eine Schulklasse zeigte Interesse und ließ sich von einem Ofenbau-Trainer einige Dinge erläutern.

Viele dieser Jugendlichen sind in der Stadt aufgewachsen und sehen unsere Öfen zum ersten Mal in ihrem Leben. 

Schülerinnen lauschen den Ausführungen des Ofen-Trainers.