Im Grunde unser erster „echter“ Jahresbericht, einfach der Ausführlichkeit wegen. Und die ist gleich mal so richtig in die Tiefe gegangen, denn aus allen Projektländern werden die in der Vergangenheit getätigten Schritte nachgezeichnet. Ebenso werden die Gründe dargestellt, warum unsere Arbeit eine solche Bedeutung hat. Weshalb also rauchfreie Küchen so bedeutsam sind und warum es für das Lebensumfeld der Menschen so wichtig ist, nicht mehr mit offenem Feuer zu kochen.
Sogar eine fiktive Geschichte hat es in den Bericht geschafft. Einfach deshalb, weil sie sich so oder sehr ähnlich in Nepal jeden Tag abspielt. In „Sanu Maya und das Feuer“ hat Christa Drigalla ihre jahrelangen Erfahrungen als Krankenschwester in Nepal einfließen lassen. Ihr ist ein eindringliches Werk gelungen, das in den Gedanken hängenbleibt und zur echten Triebfeder werden kann, sich für Abhilfe zu engagieren. Bei allen Ofenmachern ist das ja bereits der Fall.
Reinhard Hallermayer stellt das Klimaschutzprojekt vor, das über den Schutz vor Feuer und vor schädlichem Rauch hinaus einen Beitrag zur Einsparung von Kohlendioxid leistet. Gleich vier der insgesamt 17 Ziele, die die Vereinten Nationen 2015 in einer Agenda für nachhaltige Entwicklung formulierten, werden durch unser Klimaschutzprojekt gefördert.
Um das schwere Erdbeben, das sich 2015 in Nepal ereignete, kommt natürlich auch der Jahresbericht nicht herum, gezeigt werden aber auch ziemlich fröhliche Bilder von den Trainings der angehenden Ofenbauerinnen und Ofenbauer.
Die werden natürlich auch in Äthiopien ausgebildet, dort sind es in der Mehrzahl Frauen. Die, und das muss man deutlich sagen, dadurch auch einen sozialen Aufstieg erleben und über uns eine Arbeit finden konnten. Wirklich rührend ist der Besuch unseres besten nepalesischen Ofenbauers, Bel Bahadur Tamang, in Äthiopien, der zuvor noch nie sein Land verlassen hat. Aber sein Know-how war einfach von unschätzbarem Wert.
Einige der Fotos im Jahresbericht sind – das zum Schluss – schwerer anzusehen, weil sie teils schwere Verletzungen zeigen, insbesondere jene, die Feuer bei Kindern ausgelöst hat. Doch solche „Belege“ sind nicht mitnichten Effekthascherei, sondern sollen und müssen verdeutlichen, wie wichtig es ist, was wir an Entwicklung anstoßen. Hin zu einer Verbesserung der Lebensbedingungen und zu mehr Sicherheit.