
Das Gebiet
Unser jüngstes Einsatzgebiet liegt im Norden Tansanias, in den Regionen Kilimanjaro und Arusha rund um die Stadt Moshi am Fuß des Kilimanjaro. Vor Ort arbeiten wir mit dem Saidia Förderkreis Tansania zusammen, der hier seit 2008 die Lebensbedingungen sozial schwacher Familien verbessert. In Tansania kochen rund 91 % der Haushalte mit Holz oder Holzkohle – meist am offenen Feuer. Die Folge: jährlich etwa 33.000 Todesfälle durch Rauchbelastung. Mit ihrer „National Clean Cooking Strategy 2024–2034″ hat die Regierung einen politischen Rahmen geschaffen, in den unser Ofen genau passt.

Der Ofen
Wir bauen den bewährten rauchfreien Lehmofen mit Schornstein. Ein seltener Glücksfall ist der Lehm rund um Moshi und Majengo Dipu. Er ist von so guter Qualität, dass er ohne Sand- oder Stroh-Beimischung direkt verarbeitet werden kann. Die Familien leisten einen Eigenbeitrag von 5.000 Tansania-Schilling (knapp 2 €) und werden so von Beginn an zu Mit-Eigentümern ihres Ofens.
Der Fortschritt
Den Anstoß gab im Januar 2025 eine Sondierungsreise von Frank Dengler und Katharina Dworschak – die Voraussetzungen waren so gut, dass der Vorstand noch für denselben Herbst eine Pilotphase beschloss. Im September 2025 schulte ein erweitertes Team in drei Wochen die ersten acht Ofenbauerinnen und Ofenbauer. Bis Jahresende entstanden 63 Öfen an zwei Standorten. 2026 wächst das Projekt weiter: Unter dem lokalen Projektleiter Juma Ibrahim läuft der Ofenbau ganzjährig, ein dritter Standort (Kahe) ist hinzugekommen, und bis zum Frühjahr 2026 sind über 130 Öfen gebaut. Ziel ist eine eigenständige Projektorganisation mit lokaler Leitung.

Zahlen, Daten, Fakten
Wie viele Öfen sind schon gebaut, was kostet ein Ofen, wer steht hinter dem Projekt? Alle Eckdaten auf einen Blick.
