Teilweise doppelt sich ein wenig, was schon im Rechenschaftsbericht 2017 zu lesen war, aber der Jahresbericht, der ja auch das Jahr 2018 umfasst, holt natürlich ein bisschen weiter aus. So etwa wird das Wartungsprojekt in Nepal vorgestellt. Lag unser bisheriger Fokus in erster Linie beim Neubau von Lehmöfen, so wird immer deutlicher, dass auch die Wartung der bestehenden Modelle ein wichtiger Faktor ist. Ein Pilotprojekt in der Provinz Gulmi hat dies klar ergeben. Doch dabei sind zum Teil andere Perspektiven und damit auch andere Fähigkeiten gefragt. Grund genug, extra „Schornsteinfeger“ auszubilden. Der Bericht zeigt die Projektanfänge bis hin zum Ziel, dass unsere Maintenance-Experten eigenständig arbeiten können.
Breiten Raum nimmt das Stichwort Monitoring ein. Hier geht es zum Beispiel um die Zufriedenheit der Nutzer mit ihrem Ofen, die Nutzung selbst, den Zustand der Öfen und die Frage, wie viel Brennholz durch seine Verwendung eingespart wird. Hättest du erwartet, dass die meisten Nutzer sagen, dass sie rund 80 Prozent weniger Brennholz benötigen als vorher? Reinhard Hallermayer erzählt dies und mehr.
Er berichtet auch über das Klimaschutzprojekt und die unverändert spürbaren Auswirkungen des Erdbebens von 2015. Gold Standard hat die Nachweispflicht von CO2-Einsparungen auf Antrag für drei Jahre ausgesetzt. Das gab Gelegenheit für eine Bestandsaufnahme der Schäden in unseren drei Projektdistrikten. Und, wie es weitergehen kann.
Derweil haben wir in Äthiopien einen wichtigen Schritt in organisatorischer Hinsicht getan. Wir wurden als „Foreign Charity“ anerkannt und führen mit einem eigenständigen „Ableger“ jetzt den Titel „Ofenmacher Ethiopia“. An den zahlreichen Bildern aus dem westafrikanischen Land kannst du wunderbar sehen, wie anders der dort gebaute Ofen beschaffen sein muss. Und auch ein kurzer Blick nach Kenia ist im Bericht mit dabei.
Abgerundet wird alles, wie immer, mit dem finanziellen Teil des Berichts, also mit den Einnahmen und Ausgaben der zwei Jahre.
Ach ja, da sind ja noch die ganzen Aktivitäten in Deutschland, über die reichlich berichtet wird (siehe auch Einleitung zum Rechenschaftsbericht 2017). Neu hinzugekommen ist ein Novum in unserem Land, denn auf der Nordseeinsel Pellworm ist im Garten unseres Mitgliedes Silke Zetl-Marcussen der erst Lehmofen auf deutschem Boden entstanden, mittlerweile auch vor dem manchmal stürmischen und regnerischen Wetter von einer Wellblechhütte geschützt.